Über uns - SV 1958 Sickenhofen

Vereinsgeschichte des SV 1958 Sickenhofen e.V.

So fing alles an....

die Gründung und die ersten Jahre des SV 1958 Sickenhofen e.V.....

in der Gaststätte "Zur Traube" saßen eines Abends 5 junge fußballbegeisterte Männer, die die Idee hatten, in Sickenhofen einen Sportverein zu gründen. In unserem kleinen Ort sprach sich dieses Vorhaben sehr schnell herum. Bei den darauf folgenden Treffen fand die Idee immer mehr Zuspruch und es gesellten sich weitere interessierte Männer dieser Gruppe hinzu. Aus den ursprünglich 5 Ideengebern, wurden in kurzer Zeit über 50 interessierte Bürger. So kam es, dass im Sommer 1958 die Gründungsversammlung in der Gaststätte "Zur Traube" bei dem Wirt Heinrich Herdt stattfand. Bei dieser Zusammenkunft waren 56 Männer und Jugendliche anwesend. 

 

Der neu gegründete Verein sollte "Sportverein 58 Sickenhofen" heißen. In der Funktion des 1. Vorsitzenden übernahm Ludwig Lambert die Bürde, einen neu gebildeten Verein zu führen. Weitere Vorstandsmitglieder waren damals Lothar Enzmann sen., als 2. Vorsitzender, Wilhelm Nungesser als 3. Vorsitzender sowie Otto Walentschka als Schriftführer und Philipp Trippel als Rechner. Man meldete sich dem Hessischen Fußballverband und nahm in der B-Klasse den Spielbetrieb auf. Da damals ein Sportplatz noch fehlte, sind wir noch heute den Kickers aus Hergershausen zu Dank verpflichtet, da sie uns damals die Möglichkeiten gaben, 2 Jahre lang auf einem Ausweichgelände in Hergershausen unsere Fußballspiele auszutragen. 

 

Die Vereinsgründung fand in unserem Ort auf großes Echo. Sehr schnell meldeten sich viele junge Leute und wurden Mitglied unseres Vereins. Die Geburtsstunde war, so kann man es nach so vielen Jahren sagen, für unseren Ort von großer Bedeutung. Es konnte eine 1. Mannschaft und eine 2. Seniorenmannschaft gemeldet werden. Das erste Spiel wurde gegen den kurz vorher gegründeten TSV Harreshausen bestritten. Die Spiele begannen mit Niederlagen, was jedoch der Stimmung keinen Abbruch tat. Groß war jedoch die Freude, als der erste und auch leider einzige Sieg gegen den TSV Harreshausen in der Verbandsrunde 1958/59 ins Haus stand. Damals wurde noch die - heute legendäre - rote Laterne von Sportplatz zu Sportplatz getragen. Die ersten 10 Jahre mussten unsere Fußballer zusammenwachsen und mit verschiedenen Unzulänglichkeiten leben. Die sportlichen Erfolge wurden zwar mehr, doch um einen der vorderen Plätze zu belegen, reichte es nicht. 

 Im Jahre 1960 hatten die vereinseignen Bemühungen endlich den Erfolg, den man sich erhoffte. Von der Stadt Babenhausen wurde unserem Verein ein Gelände an der B26 in Erbpacht zur Verfügung gestellt. Nun wurde mit Hilfe der amerikanischen Streitkräfte der erste Sportplatz errichtet. Den älteren Sickenhöfer Bürgern ist aus dieser Zeit bestimmt noch unser Amerikanischer Freund "Set" als unermüdlicher Gönner unseres Vereins in bester Erinnerung. Die Einweihung unseres Sportgeländes wurde mit einem großen Fest begangen. 

Unsere Rasenplätze:

von der Schinkaute zum Rasenplatz....

die Saison 1975/76 wurde auf einem Ausweichplatz in der Nähe des Judenfriedhofes gespielt. Alle Spiele der Senioren, der Jugend und der SoMa Alte Herren wurden hier absolviert. Dies war notwendig , da der Rasenplatz an der B26 durch eine aufwändige Neueinsaat 2 Jahre lang nicht bespielt werden konnte. In der nachfolgenden Saison 1978/77, wurden die Spiele des SV 58 in der Schinkaute ausgetragen. Dieses Areal befindet sich am Langstädter Weg, direkt hinter der Ampelanlage zur B26. In der Senke rechts sieht man noch heute,  wie es damals war. Aber wissen Sie, wie es zu diesem Namen kam?

 

Der Begriff wird abgeleitet von dem Wort "Schinder", was im Hochdeutschen die Bezeichnung für Abdecker war. Früher wurden auf diesem Gelände die Kadaver der an Krankheit verendeten Tiere vergraben. Ja... und genau da wurde mit viel Spaß und Begeisterung lange Zeit Fußball gespielt.

 

In der Schinkaute konnte sich früher jeder Ortsansässige selbst Maurersand für den eigenen Bedarf holen. Von dieser Möglichkeit wurde in den Nachkriegsjahren des 2. Weltkrieges reger Gebrauch gemacht. Im Jahre 1976 wurde dem SV 58 durch seinen Besitzer Kurt Peters sen. gestattet, hier seine Fußballspiele der Senioren und der Jugendmannschaften zu bestreiten. In der Saison 1976/77 wurde dieser Ausweichplatz rege genutzt. Nach 2 Jahren Ruhezeit, war der neu aufbereitete Rasenplatz auf dem Vereinsgelände wieder bespielbar. Am 16. Juni 1977 wurde dieser Platz mit einem zünftigen Eröffnungsspiel gegen den Bezirksligisten Hassia Dieburg eingeweiht. Die Spiele der Verbandsrunde der Jugendmannschaften und der "SoMa" Alte Herren wurden weiterhin in der Schinkaute ausgetragen. Jedoch nahm der Autoverkehr auf der B26 immer weiter zu. Somit stellte sich das Problem, das insbesondere Jugendmannschaften bei dem Überqueren der Bundesstraße - es gab damals noch keine Ampelanlage- einer immer größer werdenden Gefahr ausgesetzt waren. Weiterhin führte über dieses Gelände eine Hochspannungsleitung der HEAG! Der eine oder andere Spielball kam dieser Leitung gefährlich nahe. So kam es dazu, dass Seitens der Behörden das Fußballspielen auf diesem Areal untersagt wurde. Ein Sprichwort sagt: "Aus Schaden wird man klug"!...und tatsächlich, der SV 58 beschloss nun, die Erschließung eines zweiten Rasenplatzes. Am 16.03.1980 wurde duch den Spatenstich das Zeichen zum Baubeginn gegeben. Es wurde nun unermüdlich an die Arbeit gegangen, welche  zum großen Teil in Selbshilfe geleistet wurde. Die Mitglieder, insbesondere die aktiven Sportler des Vereins, mussten alle zupacken. Der Bau des 2. Rasenplatzes wurde mit 260.000,- DM veranschlagt. Besonders hilfreich war hier der Einsatz der amerikanischen Streitkräfte. Insbesondere das Engagement der Pioniere ist in diesem Zusammenhang hervorzuheben, welche die Planierungsarbeiten mit ihren großen Maschinen bewerkstelligten. Durch diesen Einsatz konnte der Verein viel Geld einsparen. Unser Vereinsmitglied Hermann Knickmeier hatte damals die technische Leitung der Ausbauarbeiten übernommen. Er sorgte für die Einteilung der Arbeitskolonnen und einen reibunslosen Arbeitsablauf. Durch eine Fachfirma wurde gleich eine Unterflurbewässerungsanlage eingebaut. Die hohen Kosten hierfür konnten durch Mithilfe in Eigenleistung zahlreicher Vereinsmitglieder minimiert werden. Die Platzeinweihung des 2. Rasenplatzes konnte am 6. August 1983 mit einer zweitägigen Veranstaltung vorgenommen werden. Da unser Platzwart, Franz Weihert, nun den Vorteil der Unterflurbewässerung kennengelernt hatte, beschloss der 1994 amtierende Vorstand, diese Art der Berieselung auch auf dem 1. Rasenplatz - dem heutigen Hauptplatz - zu instalieren. 

 

Der Bau Flutlichtanlagen...

die Anlagen auf den einzelnen Plätzen...

ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Einweihung der Flutlichtanlage am 19.07.1974. Zur der damaligen Zeit war die Anlage mit ihren  1.600 Watt und sechs Masten von je 22 Metern Höhe die modernste und höchste Anlage im Kreis. Mit einem Festumzug durch den Ort und einem Spiel der Stadtauswahl gegen die erste Senioren Mannschaft des SV 58 verlieh man der Einweihung einen würdigen Rahmen. Dem Bürgermeister unseres Ortes, Herrn Friedel Wiesinger, kam die Ehre zuteil, die Flutlichtanlage als Erster in Betrieb zu nehmen. Nach rund 20 Jahren war die damals so moderne Anlage veraltet und wurde 1996/97 durch ein Sponsoring von Edmund Weis neu errichtet. Hierfür sind wir noch heute unserem Gönner dankbar. Leider hat auch diese Anlage inzwischen ausgediehnt und wurde gegen eine LED Flutlichtanlage 2024 ersetzt. 

Die digital gesteuerte Anlage spart nicht nur Energie, sondern lässt sich gezielt steuern und auf die Umgebung anpassen. Dieses Projekt wurde von Leader gefördert. 

 

 

Von der  liebevoll "Baracke" zum schmucken Sportlerheim...

..das Sportlerheim im Wandel der Jahre.

Ein eigenes Sportlerheim war ein lang gehegter Wunsch, der 1966 endlich in Erfüllung ging. Innerhalb von einem Tag wurde eine Holzbaracke in Darmstadt abgeschlagen und nach Sickenhofen gebracht. Hierzu wurde zum Transport bis zu acht Mal die Strecke Darmstadt nach Sickenhofen zurückgelegt. Der damalige Vorsitzende Kurt Peters gab den entscheidenden Anstoß und wirkte mit seiner ganzen Kraft daraufhin, dass dieses Sportlerheim bei uns entstehen konnte. Diese "Baracke" wurde im Laufe der Jahre mehrfach zu einer stattlichen Räumlichkeit ausgebaut. Im Laufe von 15 Jahren kamen ein Küchentrakt, sanitäre Anlagen sowie zwei Kabinen mit Duschanlagen hinzu. Um das Sportlerheim gemütlicher zu gestalten, wurde im Jahr 1980 unter Mithilfe der Hausbrauerei Michelsbräu der Schankraum völlig neu gestaltet. Voller Freude konnte unser Verein nun mit einer Theke und neuem hellen Mobiliar aufwarten. Als besondere Glanzpunkte innerhalb dieser Räumlichkeiten galten damals das Vereinswappen und der neu gestaltete Pokalschrank. Am 01.02.1980 wurde das neu gestaltete Vereinsheim mit einem Schlachtfest unter reger Beteiligung der Ortsbewohner eingeweiht. In den letzten Jahren wurden unter tatkräftiger Hilfe von vielen unermüdlichen Vereinsmitgliedern, Freunden und Gönnern ein Anbau hinzugefügt, der nicht nur die Verantwortlichen des Vereins mit Stolz erfüllt. In diesem Trakt befinden sich vier Umkleidekabinen mit separaten Duschräumen sowie die neuen Toilettenanlagen. Die früheren Umkleidekabinen wurden zu einem Trikotraum und einer Schiedsrichterkabine mit Dusche umgebaut. Ein weiterer Raum dient heute als großer Umkleideraum für unsere Heimmannschaft.

 

Der SV 1958 Sickenhofen zeigt eindrucksvoll, wie sich ein kleines, traditionsreiches Fußballprojekt dank Engagement, Teamgeist und strategischer Führung kontinuierlich neu erfinden kann. Trotz Rückschlägen und organisatorischer Herausforderungen, hat sich der Verein stets weiterentwickelt – und steht nach dem jüngsten Aufstieg als lebendiges Beispiel für Beständigkeit und Zusammenhalt.

 

 

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